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Aktive und Passive KI

Die Evolution der Künstlichen Intelligenz in unserem Alltag
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Künstliche Intelligenz

Aktive und Passive KI

Die Evolution der Künstlichen Intelligenz in unserem Alltag

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Um die vielfältigen Erscheinungsformen und Anwendungen von KI besser zu verstehen, kann man – vereinfacht ausgedrückt – zwischen passiven und aktiven KI-Systemen unterscheiden. Diese Kategorisierung, obwohl nicht streng wissenschaftlich, hilft uns, die unterschiedlichen Weisen zu veranschaulichen, wie KI unsere digitale Welt prägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei ist zu beachten, dass moderne KI-Systeme oft Eigenschaften beider Kategorien aufweisen und die Grenzen zunehmend verschwimmen.

Passive KI-Systeme arbeiten im Hintergrund und unterstützen uns, ohne dass wir direkt mit ihnen interagieren. Sie analysieren Daten, erkennen Muster und treffen Vorhersagen, um Prozesse zu optimieren oder Entscheidungen vorzubereiten. Beispiele für passive KI, die schon seit Jahren im Einsatz sind, finden sich in vielen Bereichen unseres Alltags: Google Ads analysiert Nutzerverhalten und platziert zielgerichtete Werbung, Bilderkennungssysteme unterstützen soziale Medien und medizinische Diagnostik, Empfehlungssysteme personalisieren unser Streaming-Erlebnis bei Netflix oder das Einkaufserlebnis bei Amazon. Spam-Filter schützen unsere E-Mail-Postfächer, während Predictive Maintenance-Systeme in der Industrie Wartungsbedarf vorhersagen.

Diese passiven KI-Systeme zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, enorme Datenmengen im Hintergrund zu verarbeiten. Sie nutzen dafür fortschrittliche Big Data-Technologien wie Hadoop oder Spark, die es ermöglichen, sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten effizient zu analysieren. Ein Kernmerkmal ist die Verwendung von überwachtem und unüberwachtem Lernen. Beim überwachten Lernen werden die Modelle mit sorgfältig gelabelten Datensätzen trainiert, während unüberwachtes Lernen der KI ermöglicht, selbstständig Muster in ungelabelten Daten zu erkennen.

Passive KI-Systeme exzellieren in der Mustererkennung und der Erstellung von Vorhersagemodellen. Hierbei kommen oft Deep Learning-Techniken zum Einsatz, die es ermöglichen, selbst in hochkomplexen Datensätzen relevante Muster zu identifizieren. Die Verarbeitung erfolgt entweder als Batch-Verarbeitung oder als Echtzeit-Streaming, wobei moderne Systeme oft beide Ansätze in einer Lambda-Architektur kombinieren, um optimale Performanz zu erzielen.

Im Gegensatz dazu steht die aktive KI, mit der wir direkt interagieren. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, auf menschliche Eingaben zu reagieren und in Echtzeit zu kommunizieren. Moderne Beispiele für aktive KI umfassen Chatbots und virtuelle Assistenten wie Siri, Alexa oder ChatGPT, autonome Fahrzeuge, die aktiv Entscheidungen im Straßenverkehr treffen, Roboter in der Pflege oder im Kundenservice sowie KI-gestützte Tutoring-Systeme, die sich an individuelle Lernbedürfnisse anpassen.

Aktive KI-Systeme verarbeiten Eingaben in Echtzeit und nutzen dafür Low-Latency-Inferenz-Techniken und Edge Computing, um schnelle Reaktionszeiten zu gewährleisten. Sie setzen stark auf verstärkendes Lernen und natürliche Sprachverarbeitung. Beim Reinforcement Learning lernt die KI durch kontinuierliche Interaktion mit ihrer Umgebung, während fortschrittliche NLP-Techniken ein tiefgreifendes Verständnis menschlicher Sprache ermöglichen.

Ein Hauptfokus aktiver KI liegt auf Dialogsystemen und komplexer Entscheidungsfindung. Conversational AI-Technologien ermöglichen natürliche Dialoge, während Kontextbewusstsein durch Gedächtnisnetze und Aufmerksamkeitsmechanismen realisiert wird. Aktive KI-Systeme arbeiten oft mit hochkomplexen Modellen wie Transformern, die Selbstaufmerksamkeitsmechanismen nutzen, um kontextabhängige Verarbeitung zu ermöglichen. Große Sprachmodelle wie GPT-3 oder BERT bilden die Grundlage für viele moderne KI-Anwendungen.

Sowohl passive als auch aktive KI profitieren von Fortschritten in der Hardware-Entwicklung, wie spezialisierten TPUs oder neuromorphen Chips. Techniken zur Modellkomprimierung und Quantisierung steigern die Effizienz, während föderiertes Lernen datenschutzfreundliches Training ermöglicht. Zunehmend gewinnt auch Explainable AI an Bedeutung, um die Transparenz und Interpretierbarkeit von KI-Entscheidungen zu verbessern.

Die Grenzen zwischen aktiver und passiver KI verschwimmen zunehmend. Moderne Systeme kombinieren oft beide Aspekte, um noch intelligentere und nützlichere Lösungen zu schaffen.

Die Zukunft der KI liegt in der Verschmelzung von passiven und aktiven Systemen zu hochintegrierten, kontextbewussten Assistenten, die uns in allen Lebensbereichen unterstützen werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in Bereichen wie autonomes Fahren, personalisierte Medizin und intelligente Assistenzsysteme, die unser tägliches Leben zunehmend prägen und verbessern. Dabei bleiben ethische Überlegungen und Datenschutz zentrale Themen, die wir stets im Blick behalten, um eine verantwortungsvolle und menschenzentrierte Entwicklung der KI zu gewährleisten.

Als KI-Dienstleister begleiten wir Unternehmen bei dieser Entwicklung und nutzen sowohl passive als auch aktive KI-Technologien, um Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Ob Prozessoptimierung, Datenanalyse oder interaktive Kundenerlebnisse – wir integrieren KI nahtlos in bestehende Systeme und schaffen so echten Mehrwert.

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